Volksoper: Zinggl schießt freudig übers Ziel

Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, kommentierte heute, am 15. April 2015, eine Entscheidung, die gar nicht gefallen ist. Denn er begrüßte “die Verlängerung des Geschäftsführungsduos in der Wiener Volksoper”.

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) verlängerte zwar den Vertrag von Direktor Robert Meyer, aber nicht jenen von Geschäftsführer Christoph Ladstätter. Er wäre dazu auch gar nicht in der Lage gewesen. Denn es war nur die künstlerische Geschäftsführung ausgeschrieben worden, nicht aber die kaufmännische. Ladstätters Job wird erst ausgeschrieben werden. Der Grund ist, dass der künstlerische Direktor bei der Bestellung mitreden können soll. Schließlich müssen die beiden Geschäftsführer gut miteinander zusammenarbeiten.

Dies ist der Fall, wie auch Zinggl feststellt: „Meyer und Ladstätter sind hoch professionelle und unprätentiöse Manager, die einander verantwortungsvoll ergänzen und beweisen, dass Publikumserfolge und Auslastungen auch ohne finanzielle Eskapaden in den Führungsebenen – wie zusätzliche Prämien oder Dienstwagen mit Chauffeur – bei gleichzeitigem Jammern nach mehr Geld machbar sind.”

Man kann also davon ausgehen, dass Ladstätter im Amt bestätigt werden wird. Vorteil für Zinggl: Er muss dann nicht noch eine Aussendung verschicken. Bemerkenswert ist aber, dass die Grünen in diesem Fall anscheinend nichts dagegen gehabt hätten, wenn das Stellenbesetzungsgesetz missachtet worden wäre.

Den Bericht über die Pressekonferenz lesen Sie unter dem Titel “Robert Meyer will noch mal fünf Jahre” im Kurier!

Copyright: Thomas Trenkler 2015

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