Fototagebuch: Peter Weibel, der Rebell

Man glaubt es kaum: Die letzte große Ausstellung von Peter Weibel in Wien fand 1988 statt – im Museum für angewandte Kunst. Im 21er Haus beim Hauptbahnhof, das zum Belvedere gehört, kann man sich nun einen Überblick über die künstlerische Arbeit des Polyartisten und Medientheoretikers verschaffen, der 1944 in Odessa geboren wurde. “Peter Weibel – Medienrebell”, am 16. Oktober eröffnet, ist weit mehr als nur eine Retrospektive: Der brillante Konzeptkünstler, Videokunstpionier und Gesellschaftskritiker zeigt auch einige neue Arbeiten. Im Mittelpunkt stehen aber natürlich Fotos und Videos aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Manche Installationen wurden für die fulminante Schau eigens nachgebaut. Und man verwendet ganz bewusst Originaltechnik – etwa bei der Videoarbeit im Bild: Man sieht Weibel bei der Presseführung auf zwei Bildschirmen – einmal aber zeitverzögert. Die überbordende Schau läuft bis 15. Jänner.

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